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Nachgefragt

Wer ist Romy Tschopp?
Interview, März 2021
Romy, wer bist du?
Hm, ich würde sagen, ich bin eine positiv denkende, junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, einen starken Willen besitzt und grosse Lust aufs Leben hat.
Du lebst mit einer Einschränkung?
Genau, ich kam 1993 mit einem offenen Rücken (Spina bifida) zur Welt. Das ist eine inkomplette Querschnittlähmung. Dabei können die verletzten Nerven ihre Muskelgruppen nicht normal ansteuern. Als Kind und Jugendliche profitierte ich davon, dass meine Einschränkungen schwächer ausfielen. Dazu habe ich eine sportliche Familie, wir waren polysportiv sehr aktiv und ich wollte natürlich immer mit meinen drei Geschwistern mithalten. So konnte ich später auch trotz meiner Einschränkung eine Ausbildung zur Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung absolvieren.
Was hat sich zu früher verändert?
Ich erlitt in den letzten Jahren viele herbe gesundheitliche Rückschläge, verbrachte viele Monate im Spital und in der Reha. Jeder Rückschlag hinterliess Spuren. So veränderte sich mein Gangbild immer mehr zu dem eines Pinguins und ich benötigte zusätzliche Hilfsmittel, wie Orthesen und Krücken zum Gehen und dann auch den Rollstuhl für längere Strecken. Das war ein schmerzhafter Prozess. 
Wie ist es heute möglich, im Rollstuhl zu sein und doch Snowboardfahren zu können?
Meine vordere Oberschenkelmuskulatur und mein Rumpf sind sehr stark und können einige andere Defizite kompensieren. Zusätzlich stützt mich ein sehr harter Schuh und eine feste Bindung, damit ich mich aufrecht auf dem Brett halten kann. Gekoppelt mit der Eigenschaft, dass ich Herausforderungen mag, funktioniert das glücklicherweise ganz gut.
Wie bist du zum Swiss Para-Snowboard Team gekommen?
Lange konnte und wollte ich mich nicht mit dem Behindertensport identifizieren. Doch mein Mann und meine ehemalige Physiotherapeutin ermutigten mich, dem Behindertensport eine Chance zu geben. Das tat ich und wurde sehr positiv überrascht, mein Ehrgeiz war schnell geweckt.
Warum ausgerechnet Snowboarden?
Es gibt mir ein Gefühl der Freiheit und der Unabhängigkeit zurück. Die Kombination der frischen Bergluft, dem Adrenalin, dem Endorphin und dem Nervenkitzel ist genau das, was ich liebe und brauche. 
Welche Ziele verfolgst du?
Wettkampf technisch möchte ich am Europa Cup, Welt Cup und an der Weltmeisterschaft antreten und am liebsten dabei auch noch Erfolge abräumen. Ein grosses Ziel ist die Teilnahme an den nächsten Paralympischen Spielen. Weiter möchte ich gerne eine Inspiration für andere Menschen sein, schwierige Umstände zu überwinden und auf etwas zu setzen, was einen glücklich macht.


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Romy Tschopp strahlt Lebenslust aus. Sie inspiriert, motiviert und hat viel zu erzählen. Eine bewegende Geschichte mit Hand und Fuss, viel Durchhaltewillen, bewussten Entscheidungen, schmerzlichen Erfahrungen und einer unglaublichen Kraft und positiver Energie.

Ob als Motivation für dein Team oder als Speaker an einem Anlass - dem Charme und dem unglaublichen Mut von Romy kann niemand widerstehen.  

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